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5 EXPERTEN-TIPPS: So bringst du mehr Farbe in dein Zuhause

Nichts beeinflusst die Atmosphäre in einem Zuhause so sehr wie Farbe. Und trotzdem haben 95% der Menschen Angst vor der Farbwahl. Das brandneue Buch The complete book of colourful interiors, also der farbenfrohen Inneneinrichtung, will das ändern.

 

Das Buch der farbenfrohen Innenräume beantwortet Schritt für Schritt alle Fragen rund um das Thema Farbe in deinem Zuhause. Es erklärt welche Farbe zu welchen Räumen passt und wie du Farbtöne richtig kombinierst. Außerdem beschäftigt es sich mit weißen Wänden und Farben, die kleine Räume größer wirken lassen. Dazu gibt es 200 Inspirationsfotos. Denn Mut zur Farbe bedeutet nicht automatisch, aufs Ganze gehen zu müssen – auch kleine Akzente können wahre Wunder bewirken.

 

Für DECOVRY gibt Autorin Iris De Feijter fünf Tipps für alle, die gerne etwas Farbe in ihre Wohnung und ihr Leben bringen wollen.

 

1. Wähle nicht einfach nur deine Lieblingsfarbe

Beginne die Farbauswahl mit folgender Frage: Wofür möchte ich diesen Raum nutzen? Dann stimmst du die Farbpalette darauf ab. Denn Farbe ist weit mehr als nur Dekoration. Sie beeinflusst uns – sowohl emotional als auch körperlich. Grün senkt zum Beispiel den Blutdruck, baut Stress ab und beruhigt. Damit eignet es sich perfekt für ein Schlafzimmer. Rot hingegen vermittelt ein warmes Gefühl – im wörtlichen und übertragenen Sinne. Es schafft eine gemütliche Atmosphäre und sorgt dafür, dass Menschen einen roten Raum bis zu vier Grad wärmer einschätzen, als er tatsächlich ist. Eine gute Lösung für kühle Orte im Haus, wie z. B. eine Toilette, die an eine Außenwand grenzt.

© Krista Keltanen

 

2. Auch Weiß ist eine Entscheidung

Aus Angst vor Farbe greifen viele von uns zu Weiß. Im Glauben, damit einen neutralen Hintergrund zu schaffen, ziert es all unsere Wände. Doch das ist ein großer Irrtum. Denn Weiß wirkt schnell kühl und unpersönlich. Und wie andere Farben hat auch schlichtes Weiß Auswirkungen auf unser Gemüt – und die sind nicht nur positiv. Auf unsere Augen kann es sehr hell wirken und uns deshalb müde machen. Entgegen allgemeiner Meinung kann Farbe sogar mehr Ruhe in ein Interieur bringen, indem sie Kontraste angenehm abschwächt. Stellt man zum Beispiel eine dunkelgraue Couch vor eine weiße Wand, so wirkt diese aufgrund des großen Farbkontrasts schwer und plump. Gibt man der Wand hingegen eine gedämpfte Farbe, wird das Ensemble weicher, harmonischer und ruhiger, weil die Farbtöne sanfter ineinander übergehen.

© Martin Solyst

 

3. Schritt für Schritt

Farbe in deine Wohnung zu bringen, heißt nicht, dass du sofort alle Register ziehen musst. Besser machst du einen Schritt nach dem anderen und nimmst dir Zeit, dich an sie zu gewöhnen. Du musst auch nicht gleich die Wände streichen – fange mit Kissen, Vorhängen, Teppichen, Möbeln oder sogar einem Blumenstrauß an. Eine Decke ist eine gute Option für Anfänger: ausgebreitet wirkt sie wie eine große Farbfläche, die sich bei Bedarf im Handumdrehen wegräumen lässt. Du kannst Farbe auch zuerst in Räumen einziehen lassen, die du nicht so oft benutzt – zum Beispiel im Flur, in der Toilette oder im Badezimmer.

© Corsico

 

4. Vergiss nicht auf Boden und Decke

Man kann mehr streichen als nur Wände. Auch Böden und Decken sind gute Orte, um ein wenig Farbe ins Spiel zu bringen. Das klingt vielleicht gewagt, in Wirklichkeit ist der Effekt aber bei Weitem sanfter als der einer gestrichenen Wand. Denn die farbige Fläche befindet sich jeweils über oder unter der Augenhöhe, so dass du nicht direkt auf sie schaust. Farbe auf dem Boden erscheint außerdem immer blasser als die gleiche Farbe an der Wand, weil das Licht von oben auf sie fällt. Du kannst also ruhig zu einem kräftigeren Farbton wie z.B. Gelb greifen. Kleine Räume werden sogar optisch vergrößert, wenn du Wände und Decke in der gleichen Farbe streichst, weil die Flächen fließend ineinander übergehen.

 

© Louis Poulsen

 

5. Erst wägen, dann wagen

Wenn du vorhast mit Farbe zu arbeiten, mache dir einen Plan, bevor du in den Farbenladen gehst. Am besten kreierst du dafür ein Moodboard. Auf ihm stellst du alle Farben zusammen, die du in einem Raum (oder im ganzen Haus) verwenden möchtest. Auf diese Art wirst du schnell bemerken, was gut aussieht oder was noch fehlt. Wähle die Farben nicht einfach aus einem Farbfächer aus, sondern kaufe kleine Tester. Diese trägst du dann in mehreren Schichten auf die Wand auf, damit die Farbintensität zur Geltung kommt. So gehst du mit allen Farben vor, um sämtliche Kombinationen sehen zu können. Als Faustregel gilt: Je weniger verschiedene Farben, desto ruhiger das Endergebnis.

 

© Anitta Behrendt

 

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