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AUF DER DURCHREISE: Der pittoreske Gare Maritime in Brüssel

Die Architekturbüros Neutelings Riedijk Architects und Bureau Bouwtechniek haben sich zusammengetan, um mit dem Umbau eines Bahnhofs aus dem 20. Jahrhundert im Herzen von Brüssel einen pittoresken Mehrzweckraum zu schaffen.

Im Rahmen des ehrgeizigen „Tour & Taxi“-Projekts – einem Entwicklungsprojekt des in der europäischen Hauptstadt ansässigen Immobilienenträgers Extensa – wurde dem Brüsseler Gare Maritime neues Leben eingehaucht.

 

(c) Filip Dujardin

Alt trifft neu

Das gesamte Entwicklungsprojekt verfolgt das Ziel, die Vergangenheit und die Gegenwart Brüssels zu verbinden und dadurch neue Räume zu schaffen, von denen Einheimische und Besucher gleichermaßen profitieren. Der Gare Maritime war einst der größte Güterbahnhof in ganz Europa. Durch die Umgestaltung wird er nun wieder zu einem Reiseziel, diesmal allerdings für die Öffentlichkeit. Der neue Raum ist mit seinem durchmischten Nutzungsprogramm an Einkaufs- und Arbeitsmöglichkeiten selbst fast eine kleine Stadt. Wie Neutelings Riedijk Architekten beschreiben das Projekt als „eine Stadt, in der es nie regnet“, so dass Besucher den Ort das ganze Jahr über genießen können.

In den Seitenschiffen des Baus bilden zwölf neue Pavillons eine Struktur aus überdachten Boulevards, Parks und Plätzen, die den urbanen Kontext des Geländes widerspiegeln. Mit dem großen, zentralen Raum für öffentliche Veranstaltungen ist der Gare Maritime so gestaltet, dass er sich an unterschiedliche Anforderungen und Nutzungen anpassen kann und damit auch in vielen Jahren flexibel nutzbar und aktuell bleibt.

 

(c) Filip Dujardin

(c) Filip Dujardin

(c) Filip Dujardin

(c) Filip Dujardin

Energie sparen

Die neuen Pavillons sind aus kreuzweise verleimtem Brettsperrholz (CLT) gefertigt. Dadurch konnte die Zementmenge enorm reduziert werden. Die vorfertigten CLT-Elemente und die Trockenbauweise verkürzten die Bauzeit zusätzlich deutlich und ermöglichten einen umweltfreundlicheren Produktionsprozess. Das macht den Gare Maritime heute sogar zum größten Brettsperrholzprojekt in Europa.

Während seine Glasfassaden mit Solarzellen ausgestattet sind, gibt es auf den Dächern noch zusätzliche Solarpaneele. Auch weitere Nachhaltigkeitsmaßnahmen kamen, wo immer möglich, zum Einsatz. Dazu gehören geothermische Energie und Regenwasser-Wiederverwendung. Als völlig energieneutrales Projekt, das frei von fossilen Brennstoffen ist, zeigt der Gare Maritime eindrucksvoll, wie umweltbewussteres Bauen in Zukunft aussehen kann.

 

(c) Filip Dujardin

 

 

Quelle: Neutelings Riedijk Architects & Dezeen

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