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Ein Haus aus Glas im Wald

In Morumbi, einem Vorort von São Paulo, findest du ein Glashaus, das die Fantasie anspricht. Dieses ‚Casa de Vidro‘ (Glashaus) wurde von der italienisch-brasilianischen Architektin Lina Bo Bardi (1914-1992) entworfen.

Mit diesem Palast auf Säulen hatte Lina Bo Bardi ein gläsernes Baumhaus im Sinn. Sie wollte ein Haus zeichnen, das sowohl Schutz vor Wind und Wetter bietet und offen für Poesie und Ästhetik ist. Zusammen mit ihrem Ehemann Pietro Maria Bardi lebte sie hier bis an ihr Lebensende.

Brasilianischer Modernismus

Lina Bo Bardi ist wahrscheinlich die berühmteste Architektin, von der du noch nie gehört hast. Sie hat nicht den klingenden Namen eines Oscar Niemeyer, aber ihre kompromisslose Vision der Architektur ist legendär und hat die brasilianische Moderne geprägt. Außerdem war die Architektin ihrer Zeit sehr voraus. Sie dachte über Architektur mit einem minimalen ökologischen Fußabdruck und über die Integration der Architektur in die Umwelt nach.

Das Innere des Hauses ist noch fast so, wie es einmal war. Das Innere wurde vollständig von der Architektin selbst entworfen, von den Möbeln bis hin zum Türknauf.

Der Stuhl Bowl

Bo Bardi war ein Multitalent. Neben ihrer Rolle als Architektin war sie auch als Bühnenbildnerin, Schriftstellerin und Möbeldesignerin tätig. Das berühmteste Möbelstück, das Bo Bardi speziell für ihr Casa de Vidro entwarf, ist der Stuhl Bowl. In 2012 brachte die italienische Möbelfirma Arper eine überarbeitete Version dieses ikonischen Stücks heraus.

‘Casa de Vidro’ und sein Garten können immer noch besichtigt werden.

Bilder (c) Jules Villbrandt

 

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